Schule kooperiert mit Volksbank

Dritte Bildungspartnerschaft deckt kaufmännische Sparte ab

Die Kooperationsvereinbarung über eine Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Bankinstitut haben Rektor Karl Hepp von der Realschule Überlingen und der Personalchef der Volksbank Überlingen, Klaus Richter, unterzeichnet. Mit dabei war auch der an der Überlinger Realschule für das Projekt Berufsorientierung an Realschulen (BORS) in Klasse neun zuständige Lehrer, Kai Geierhaas, der an der Schule auch das Fach Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde (EWG) unterrichtet.

Die Realschule Überlingen hat mit diesem Vertrag ihre dritte Bildungspartnerschaft aufgenommen – im sozialen Bereich bestehen bereits Kooperationen mit dem Helios-Spital Überlingen und im technischen Sektor mit der Firma Allweier Präzisionsteile. Die Volksbank deckt die kaufmännische Seite ab. Die Schule öffnet sich dabei in die Betriebe hinein und umgekehrt, um ihre Schüler, wie Karl Hepp betont, „intensiver als bisher bei der Vorbereitung auf die Berufswahl zu unterstützen.“

Zwar ist für viele Realschüler nach der zehnten Klasse weitere Schulzeit angesagt in den beruflichen Gymnasien, den einen und die andere lockt aber auch der Beruf. Für diesen Fall, so Kai Geierhaas, können Auszubildende der Partnerschaftsbetriebe als „Ausbildungsbotschafter an den Schulen“ wirken. Sie, die früher in der gleichen Situation wie die Schüler waren, erklären diesen nun den Weg in den Beruf, etwa mit dem Vorstellen von Aufnahmetests oder mit Bewerbungstraining. Beide Seiten gewinnen dabei, wenn sich, wie Klaus Richter sagt, „die Schulen öffnen“.

Die Volksbank lernt junge Leute kennen, die sich später für einen Bankberuf bewerben. Die „umfassende Förderung der Ausbildungs- und Berufsfähigkeit der Schüler“ liegt allein schon im Blick auf die demografische Situation ganz im Interesse der Betriebe.

Klaus Richter lobte die Realschüler, die bisher über die Berufsorientierung in die verschiedenen Abteilungen der Volksbank „hineingeschnuppert“ haben, Karl Hepp seinerseits erkennt in der Bildungspartnerschaft die „Verantwortung der Betriebe für die Region“ – ein Weg für eine stärkere gegenseitige Bindung und letztlich für weniger Jugendarbeitslosigkeit.

 


Kooperationsvereinbarung für eine Bildungspartnerschaft zwischen Realschule und Volksbank:
(von links) von der Realschule Karl Hepp und Kai Geierhaas und von der Volksbank Klaus Richter.
Bild: Wieland

(SÜDKURIER, 21. Juli 2012)